Koblenz-Maifeld-SG rechnet sich beim Primus nichts aus
Christian Müller

bei ihrem Auswärtsspiel bei Tabellenführer SV Gonzerath.
Foto: Maximilian Mohr
Die Volleyballerinnen der SG Koblenz-Maifeld Volleys stehen vor
einer fast unlösbaren Aufgabe gegen den Tabellenführer. Gelingt die Überraschung gegen den dominanten SV Gonzerath?
Zum Abschluss des Kalenderjahres und der Hinrunde in der
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar steht für die Volleyballerinnen der
SG Koblenz-Maifeld Volleys sportlich die schwierigste Aufgabe
überhaupt an – die leichteste hingegen in punkto
Erwartungsdruck. „Von einem Punktgewinn oder gar Sieg
träumen wir nicht mal“, sagt Trainer Peter Nogueira Schmid
realistisch vor dem Gastspiel beim Tabellenführer SV Gonzerath
am Samstag (ab 17.30 Uhr) in der Baldenauhalle in Morbach. „Ein
Satzgewinn wäre schon ein Erfolg.“
Zu deutlich liegen die Leistungskurven der beiden Teams bisher
auseinander. Die Koblenz-Maifeld Volleys, die nach zwei Siegen
aus acht Partien aktuell sieben Punkte auf dem Konto haben,
werden als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz überwintern. Dem
ungeschlagenen Aufsteiger aus dem Hunsrück dagegen ist die
inoffizielle Wintermeisterschaft praktisch nicht mehr zu nehmen,
obwohl er erst sieben Spiele und damit eins weniger als die
direkten Verfolger aus Landau und Holz ausgetragen hat.
„Wir müssen uns ein Herz fassen und mit
Mut spielen. So wie in den
Pokalwe!bewerben, da haben wir
mehrfach auch Regionalligisten
geschlagen.“Peter Nogueira Schmid, Trainer der SG Koblenz-Maifeld Volleys
Das liegt laut Nogueira Schmid daran, dass der SV „ein sehr
flexibles, nicht alltägliches System“ spielt und „mit zwei
ehemaligen Zweitligaspielerinnen die Oberliga dominiert“, allen
voran Hauptangreiferin Tanja Palamarenko. Das Rezept, „um von
so einer Mannschaft nicht abgeschlachtet zu werden“, kennt der
SG-Trainer auch: „Wir müssen uns ein Herz fassen und mit Mut
spielen. So wie in den Pokalwettbewerben, da haben wir
mehrfach auch Regionalligisten geschlagen.“
Nach Morbach reisen die Koblenz-Maifeld Volleys mit voller
Kapelle, von den 15 Kaderspielerinnen muss der Coach sogar eine
fürs 14er-Spieltagsaufgebot streichen – was er von den
Trainingseindrücken abhängig macht. Für das Spiel gegen den
hohen Favoriten plant Nogueira Schmid dann, „in der
Startaufstellung etwas zu ändern, die Hebel kann ich momentan
im Prinzip überall ansetzen.“