Trainer Nogueira Schmid kann das 2:3 nicht
erklären
Christian Müller

Schwalbach hingelegt. Die Volleyballerinnen spielten mal einen
Satz stark, dann wieder schwach – und unterlagen am Ende mit
2:3.
„So ein Spiel“, meinte Peter Nogueira Schmid nach 95 überaus
wechselhaften Minuten in der Jahnsporthalle Schwalbach, „habe
ich auch noch nicht erlebt.“ Ganz konkret: Das 2:3 (25:17, 12:25,
25:13, 12:25, 7:15), das seine Volleyballerinnen der SG Koblenz
Maifeld Volleys bei der VSG Saarlouis in der Oberliga Rheinland
Pfalz/Saar kassierten, habe einen „ziemlich kranken Spielverlauf“
gehabt, denn: „Jeder Satz war eine Schelle für eine Mannschaft.“
Weil sein Team davon nur zwei verteilte, aber drei einstecken
musste, wurde der erste Auswärtssieg der Saison und damit der
mögliche Sprung auf den vierten Platz verpasst. Als Trostpreis
blieben ein Zähler und die Erkenntnis, „dass wir phasenweise
phänomenalen Volleyball gespielt haben.“ Nämlich im ersten und
dri!en Abschni! – wegen der 2:1-Satzführung haderte Nogueira
Schmid aber auch mit zwei verschenkten Punkten“.
„Wir konnten den Schalter nicht mehr
umlegen, deshalb ist der Sieg für Saarlouis
auch verdient.“Peter Nogueira Schmid, Trainer der SG Koblenz-Maifeld Volleys
Zum Dreier reichte es nicht, weil die SG keine Konstanz in ihr Spiel
zu bringen vermochte, am Ende ha!e der Gästecoach „fünf
Spiele in einem“ erlebt. Unerklärlich etwa, warum dieselbe
Startformation wie im Auftaktsatz im zweiten Durchgang
komple! einbrach. „Die Annahmequalität hat aus unerfindlichen
Gründen um zwei Stufen nachgelassen“, sagte Nogueira Schmid.
„Und unser Timing im Block ist völlig flöten gegangen.“
Hinzu kam, dass die Gastgeberinnen im vierten und fünften Satz
laut SG-Trainer mit einer „brutalen Abwehr“ auch „die schärfsten
Bomben von Louisa Mohr“ entschärft hä!en. Und so machte sich
spätestens beim 1:14 im vierten Abschni! eine Ratlosigkeit breit,
die auch im Tiebreak nicht verfliegen wollte. Nogueira Schmid:
„Wir konnten den Schalter nicht mehr umlegen, deshalb ist der
Sieg für Saarlouis auch verdient.“
SG Koblenz-Maifeld Volleys: Lea Bicvic, Larissa Dietzler, Mohr,
Dorgeist, Hennoch, Walther; Bruchhäuser; Linden, Hewel, Emma
Bicvic, Schäfer, Konrath, Hartmann, Clasani.
Foto: Maximilian Mohr